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Euromayday am 30. April in Bochum

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Euromayday Parade im Ruhrgebiet. Diesmal geht es schon am 30. April nach Bochum. Wir finden das ganze Klasse und rufen euch zur Teilnahme auf!

Mehr Informationen auf der Euromayday-Webseite.

Erfahrungsbericht: 34. Duisburger Akzente – Duisburg und das Mittelmaß.

Ich hab mir mittlerweile auch mal die Akzente angeschaut. Und zwar das volle Programm. Erst durch die Kunstausstellungen, dann in das ‘Goldengrüne Lehrerzimmer’, später auf ein Konzert und einen Tag darauf ins Theater. Man kann also sagen, ich habe die Möglichkeiten dieses Duisburger Kulturhighlights voll ausgeschöpft. Und mein Resümee? So lala.

Ich fang mal von vorne an: Die diesjährigen Akzente stehen unter dem Motto ’500 Jahre Mercator – Vom Suchen und Finden’. Wegen Gerhard Mercator und so, dem Duisburger, der neben Kai Magnus Sting und Josef Krings auch nach 500 Jahren noch für jedes Großereignis aus der Persönlichkeiten-Schachtel gezogen wird, in der Hoffnung, irgendjemand könnte Duisburg danach wieder ernst nehmen. Wobei Josef Krings mittlerweile sogar für das Marketing Duisburger Biosupermärkte herangezogen wird, aber das tut nichts zur Sache.

Der Großteil des Programms findet im Mercator-Quartier statt. Das heißt so, weil der Dings da mal gewohnt hat. Aber nicht in der Schule die dort jetzt wiederbelebt wurde, sondern in ‘nem Häuschen, was wohl vorher da mal gestanden hat. Achso, und eigentlich ist das aber garnicht das Mercator-Quartier. Das soll dort erst noch entstehen, zur “weiteren Revitalisierung der Duisburger Innenstadt”. Bis dahin muss man sich aber mit dem begnügen, was da ist und das ist ‘ne rotzige 60er Jahre Berufsschule. Und da fängt’s schon an, mich zu stören. Die wiedereröffnen eine Schule, für alle Duisburger offen, veranstalten Konzerte, Theater, Lesungen, Podiumsdiskussionen und Kunstausstellungen? Sagmal hackt’s? Habt Ihr Lack gesoffen bei der Duisburg Marketing GmbH? Ich erinnere mich da an eine gewisse Aktion einer gewissen Gruppe, die zumindest in Ansätzen Ähnlichkeit mit dem diesjährigen Akzente-Konzept hatte. Und während unsere Schule damals von Grün uniformierten Ninjas gestürmt wurde, wird diese Schule von der Jack Wolfskin-tragenden Duisburger Kulturelite gestürmt? Irgendwas läuft falsch! Ich hoffe nur, Uwe Rohde hat sein Telefon noch immer auf Stumm gestellt um das nicht miterleben zu müssen.

Aber da Herr Rohde immernoch nicht zur Stelle war, um die eklatanten Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Festival zu klären, müssen wir wohl damit leben, dass die Stadt darf, was ihre Bürger noch lange nicht dürfen.
Nun gut, das erste was ich gemacht habe, nachdem ich den Eingang gefunden hatte, war, mich wundern. Da hatten wir nach zwei Stunden in unserer Schule in Laar mehr gerissen als die. Ich halte die Werthstraße gerne als gutes Beispiel hoch. Mit ein bisschen Elan hätte man aus so einer leerstehenden Schule ja wirklich einiges machen können. Oder zumindest Wegweiser aufstellen. Die Pissoirs wurden erneuert, das ist mir aufgefallen. Diese neumodischen wasserlosen Pinkelbecken waren dort während des Schulbetriebs auf keinen Fall zu finden. Sowas kenne ich nur von Autobahnraststätten und Düsseldorfer Kneipen.

Im Eingangsbereich stand eine Theke, dahinter zwei nette Menschen, die Tickets und lustige T-Shirts verkaufen und Flyer verschenken. Dazu ein Portier, der einem die Tür aufhält, man hat’s ja. Ich bin dabei noch billig davon gekommen. Der Vorteilspreis für 6€ pro Veranstaltung wird natürlich nur denjenigen gewährt, die entweder im Besitz der Stadtwerke Partnercard oder einer EC-Karte der Sparkasse Duisburg sind. Kein Studentenrabatt, kein Schülerrabatt, kein Rentnerabatt, kein Arbeitslosenrabatt, undsoweiter. Das Signal ist klar. Duisburger sind gerne gesehen, der Rest auch, aber eben zum vollen Eintrittspreis. Ob das für die Stadt nun ein Schritt in die falsche oder in garkeine Richtung ist, vermag ich nicht zu sagen, aber da ich sowohl ein Konto bei der Duisburger Sparkasse habe, als auch eine Stadtwerke Partnercard, kann mir das ja auch herzlich egal sein, nicht wahr?

Im offiziellen Programmheftchen hatte ich von den verschiedenen Kunstausstellungen gelesen. Nach etwas aussortieren (alles was im Kultur- und Stadthistorischen Museum vor sich geht, ist für mich ein No-Go, seitdem ich während meiner Schulzeit dazu gezwungen wurde, mir eine Kant-Ausstellung dort anzuschauen) blieben, äh, zwei relevante Ausstellungen. ‘Hold the Line’ von Becker Schmitz zähle ich dabei nicht, denn auch wenn die Ausstellung im Programmheft Erwähnung findet, erschliesst sich mir der Zusammenhang zu den Akzenten nicht wirklich.
Was bleibt, ist die Umgestaltung der Schulfenster durch Leo Namislow (sieht man so im vorbeigehen, ist aber schön) und die Ausstellung “Gerhard was here” von verschiedenen Duisburger (?) Künstlern zum Thema Gerhard Mercator.
Nach einigem Herumirren und einem kurzen Abstecher ins goldengrüne Lehrerzimmer (Köpi, 2,50€ + 1€ Pfand) hatte ich dann “Gerhard was here” gefunden. Nunja, die Ausstellung ist wohl das Ergebnis, wenn man “über 30 Künstler” dazu zwingt sich mit einem 500 Jahre alten Sack auseinanderzusetzen. Zerschnittene Globen, Landkarten, die mit Mandarinenschalen zusammen und dann an eine Wand geklebt werden. Oder eine Flasche Mercator-Wasser (wer trinkt es nicht gerne) vor einem Foto der ehemaligen Mercatorhalle. Ganz wundervoll.

Am spannendsten an dieser Tour waren eigentlich die Mittfünfziger, die sich seufzend vor ein Ausstellungsstück stellten und denen man die Anstrengung, intellektuell dreinzuschauen geradezu ansah. Schnell auf eine Zigarette vor die Tür. An der Tür sagt mir ein Security dann, ich dürfte meine Bierflasche nicht mit nach draussen nehmen, sei ja schliesslich Pfand drauf. Also, Bier geext und die Flasche in die Ecke gestellt, in der Hoffnung, mir würde niemand meinen Pfand streitig machen. Vor der Tür dann ein Mitarbeiter des Autohaus Lackas, der mir ein Glas Sekt schenken und ein Auto verkaufen möchte. Darf ich das Glas denn mit rein nehmen? Ne? Dann nicht, danke.
Also wieder rein und ab zu dem Konzert für dass ich immerhin 6€ bezahlt habe (sowas hätte es in Laar nicht gegeben). Wo ist denn die Aula? Zweiter Stock, durchs Lehrerzimmer und dann die Treppe hoch bis nichts mehr geht . Aufzüge gibt’s nicht. Gab’s in Laar auch nicht, aber wir haben auch bewusst ein Haus mit nur drei Stockwerken genommen.

Oben angekommen, super, Konzert hat schon angefangen, zum Glück hat’s mich auch nicht so richtig interessiert. Und dann stehe ich da, senke den Altersdurchschnitt mal eben um 15 Jahre, dabei ist die Band schon fast Punk. Zumindest die Abmischung ist Punk. Viel Schlagzeug, wenig Gesang, viel Höhen, wenig Bass. Ein Genuss, den ich selbst von Punkkonzerten so nicht kenne. Nachdem mich mein ehemaliger Politiklehrer begrüßt hat und ich mein letztes Geld für Köpi zum Literpreis von 7,50€ + Pfand auf den Kopf gehauen hab, mache ich mich dann langsam zum Rückzug auf. Nützt ja alles nichts, besser wird’s nicht.

Mein Resümee: 11,50€ (das Pfandflaschenklauen mit einberechnet) für einen trostlosen Abend in einer bestuhlten Aula, zwischen Duisburger Künstlern und Duisburger Beamten.

Ein Hoch auf die Hochkultur!

Sicherheit wird endlich ernstgenommen: Lehmbruckmuseum geschlossen!

In letzter Zeit sind vermehrt schwere Vorwürfe gegen die Duisburger Stadtverwaltung laut geworden. Es heißt, die Stadtverwaltung schliefe, die Stadtverwaltung ignoriere die Interessen der Jugend und der freien Kulturszene, ihre Notablen würden gar „an keiner Diskussion mehr teilnehmen und sich auch sonst nicht rechtfertigen“(Eigenwerbung). Diese Vorhaltungen wollen wir nicht unkommentiert stehen lassen.

Wir widersprechen aufs schärfste der Behauptung, die Duisburger Hofbeamten hätten den Kontakt zum Bürger verloren. Die Kampagne Du It Yourself ist mit ihrer Arbeit ständig auf das Interesse der lokalen Behörden gestoßen. Zwar standen wir auch kurz mit dem IMD im Dialog, den Löwenanteil der Kommunikation mit dem Bürger aber übernahmen natürlich die diversen Polizeibehörden (Staatsschutz, KriPo, MAD). Es ist also kein Zufall, dass die Stadtverwaltung jetzt anfängt unsere Forderungen fast wörtlich umzusetzen.

Im Februar haben wir, in ständigem Kontakt mit den Behörden, die Stilllegung der Innenstadt aus Sicherheitsgründen gefordert und der Kultur in Duisburg eine klare Absage erteilt. Unseren Forderungskatalog kann man hier einsehen. Offensichtlich sind unsere Ideen in der Stadtverwaltung nicht auf taube Ohren gestoßen:

Schon bald nach unserer Aktion wurden die ersten Schulen geschlossen. Ein überfälliger Zug – es fehlten Feuerlöscher. Vor einer vorschnellen Wiedereröffnung sollte allerdings das Konzept der „Alphabetisierung der Massen“ grundsätzlich überdacht werden (Stichwort: Loveparade).

Jetzt ist zu Recht das Lehmbruckmuseum an der Reihe. Die uralten Treppengeländer in schwindelerregender Höhe sollten all jenen ein Mahnmal sein, die immer noch vor der notwendigen Gefahr der Kultur die Augen verschließen. Das Risiko künstlerischer Betätigung ist für eine zivilisierte Gesellschaft einfach nicht tragbar(rechtlich).

Entgegen aller Unkenrufe über vermeintlich überraschende Schließungen, müssen wir die Bürgernähe der Verwaltung loben. Wir haben das alles genau so bestellt. Kultur hat in Duisburg keinen Platz. Wer auch immer die Vorwahlen zum neuen Oberbürgermeister gewinnen wird, unsere einzige Forderung lautet: Weiter so!

DU-Day

“Ich wünschte es wär Nacht und die Tommys kämen”
Weder Waterloo, noch Normandie, aber lassen wir den Tag trotzdem in die Geschichte eingehen!

Am sonntag von 17 h bis 17.20h am Lifesaver-brunnen: DU-DAY!

1. wir entreißen der duisburg marketing ag den von ihr mißbrauchten vogel von niki de saint phalle
2. wir bekämpfen kollektiv den geisterbefall, der diese stadt zum dorf macht
3. wir lassen 100 hilferufe steigen – an die thommies … oder wer immer die nachricht findet

„Instead of becoming a terrorist, I became a terrorist in art.“, Niki de Saint Phalle

Eklatante Sicherheitsmängel in der Duisburger Innenstadt festgestellt

Den meisten DuisburgerInnen ist überhaupt nicht bewusst, wie gefährlich in dieser Stadt selbst schon der samstägliche Bummel in der Fußgängerzone geworden ist. Auch wir waren vor Kurzem noch völlig ahnungslos und würden uns heute vielleicht mit der konkreten Gestaltung eines Jugendzentrums beschäftigen, wenn uns nicht bei einem selbstmörderischen Besetzungsversuch Anfang Dezember die Augen geöffnet worden wären.

Seitdem haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, sämtliche Gefahrenquellen zu beseitigen, die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen und der Sicherheits- und Ordnungsverordnung zu kontrollieren. Der erste Versuch eines Kontrollrundgangs in der Innenstadt musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. In einem zweiten Versuch ist es uns nun gelungen, bis in die Fußgängerzone vorzudringen.

Wir mussten leider feststellen, dass die Duisburger BürgerInnen in ihrer eigenen Stadt nicht sicher sind. Überall trifft man auf Wände, Treppen, Steinboden. Ganze Kaufhäuser sind vollgestopft mit Brandlasten, Häuserecken nur nachlässig abgerundet, sogar Musikanten sind unterwegs. Außerdem sieht man auf den Straßen noch immer extrem viele Menschen, die dem Bild von Duisburg als Provinzstadt nicht gerecht werden. Die vielen Gastronomiebetriebe vermehren noch die Unruhe und ziehen weiteres Volk an. Kultur gibt es in Duisburg wahrlich genug!

 

Europa steckt in einer tiefen Krise und in Duisburg steppt täglich der Bär. Da soll ein brandgefährliches Jugendzentrum die Lösung sein? Nein! Wir sollten alle lernen uns in Demut zu üben, die Sicherheit der eigenen vier Wände suchen und unsere Verunsicherung über die sozialen Verhältnisse alleine zuhause in rassistische Ressentiments umwandeln. Kulturzentren rentieren sich oft überhaupt nicht, tragen nicht zur Haushaltskonsolidierung bei und erweisen sich auch sonst gewöhnlich nur als Störfaktor (Lärm, kein Geld, Widerworte).

Die Sicherheitsexpedition war mehr als notwendig und konnte sicherlich einige fahrlässige Unfälle verhindern. Die PassantInnen brachten unseren Maßnahmen viel Verständnis und orrrrdnungsgemäßen Gehorsam entgegen. Auch die Polizei unterstützte erneut unsere Ziele, indem sie eine Gruppe unvorsichtiger Sicherheitsfanatiker in der Fußgängerzone festhielt und eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr einleitete. Dabei hat sie noch einmal Gnade vor Recht ergehen lassen, was wir nicht auf uns sitzen lassen konnten. Noch am selben Tag haben wir uns in unserem Wahn für alle Delikte, die den Beamten entgangen sind, selbst angezeigt: Landfriedensbruch, Vermummung, Nötigung, Tatsachenbehauptung und grober Unfug(unvollständige Auflistung). Der Text endet mit drei Parolen:

Blauhelme in die City!
Gaststätten dicht machen!
Alle vor den Fernseher!

Ausnahmezustand Eintagsfliege – Flashmob wird wiederholt

„Ich will in keiner Stadt leben, in der man jemanden wie mich ohne Leibesvisitation zum Bahnhof durch lässt.“

Es wird vielleicht eurer Aufmerksamkeit nicht entgangen sein, dass der für letzten Samstag angekündigte Flashmob unter dem Motto „Unsere Sicherheit ist in Gefahr!“, nicht stattgefunden hat. Wir hatten hier dazu aufgerufen, mit Fahrradhelmen, Overalls und Schwimmflügeln in den Kant-Park zu kommen, um auf die eklatanten Sicherheitsmängel in der Duisburger Innenstadt aufmerksam zu machen. Wir wollen euch natürlich nicht vorenthalten, wieso wir da nicht zu finden waren.

Während wir nämlich mit den letzten Vorbereitungen zu der Aktion beschäftigt waren, erfuhren wir, dass andere, uns bekannte GenossInnen hohen Besuch bekommen hatten. Uwe Rohde vom IMD stand vor der Tür, mit dem Angebot ein leerstehendes Gebäude als Jugendzentrum zu nutzen. Spass beiseite: Tatsächlich klingelten Staatsschutz und Kriminalpolizei bei verschiedenen Wohnungen. Zwar gelang es ihnen auf Anhieb nicht, die Verantwortlichen für die Aktion zu finden. Ihr Anliegen aber machten sie deutlich: Sie wollten zum Gelingen unseres Projektes beitragen, jede Gefahr im Keim zu erdrosseln.

Der Staatsschutz interessierte sich eher für Planungsstand und Konzept, während die KriPo sich ob der Rechtssicherheit der Teilnehmer besorgt zeigte. Dankend wurden die Hinweise an uns weitergeleitet, auch wenn nicht jeder die Auffassung teilte, unangemeldete Versammlungen seien per se illegal.

Durch diese Unterstützung von unerwarteter Seite hochmotiviert, zogen wir zum Kant-Park. Doch im Duisburger Polizeipräsidium hatte man seine Hausaufgaben gemacht: Mehrere Hundertschaften aus der Region waren im Einsatz, um die ganze Innenstadt abzuriegeln. Bevor wir überhaupt anfangen konnten, hatte die Polizei also eine der zentralen Forderungen unseres Aufrufes erfüllt:

„Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis vielleicht auch Ihr Kind oder Ihr Enkel ein Opfer von Kultur wird. Trotz klammer Kassen darf es nicht sein, dass so eine Hundertschaft nur für Ausnahmesituationen zur Verfügung steht. Wir brauchen den Staatsschutz an Werktagen und Wochenenden! Sicherheit geht vor! Bezahlt sie aus dem Kulturetat!“

Wir kamen darin überein, dass unsere Aktion an diesem Tag nicht mehr nötig, vielmehr sogar nur noch ein Sicherheitsrisiko für TeilnehmerInnen, PassantInnen und die Freiheitlich Demokratische Grundordnung war. Der Ausnahmezustand war allerdings eine Eintagsfliege und die Hundertschaften wurden inzwischen wieder abgezogen. Die Innenstadt liegt so nackt und ungeschützt da, wie nie zuvor. Wir werden also unsere Sicherheitskontrollen und -belehrungen in Kürze wiederholen, diesmal unangekündigt und stichprobenartig. Vielleicht im Rathaus?

07.01.2012: UnterstützerInnen-Aktion

“Alles viel zu unsicher hier! Kommt in Overalls, Fahrradhelmen und
Schwimmflügeln um auf die eklatanten Sicherheitsmängel im Duisburger
Stadtbild aufmerksam zu machen, seid kreativ”

Startpunkt 14 Uhr, 07.01.2012 am Lehmbruckmuseum

Aufruf/Flyer

Ihre Sicherheit ist in Gefahr!

Die Stadt Duisburg macht halbe Sachen, wenn es um den Schutz ihrer Bürger geht! Sie beschränkt sich auf die Verhinderung kultureller Stätten wie dem Djäzz und dem Hundertmeister. Doch das ist nur ein Anfang! Kultur ist nervig und gefährlich!

Kultur muß ganz weg aus Duisburg!

Sicher, die standhafte Gesprächsverweigerung der Stadt Duisburg gegenüber Kulturschaffenden wie der Initiative DU-it-yourself ist äußerst lobenswert! Schon meine Oma hat immer gesagt: „Wat nix kostet, is auch nix. “ Und sie hat recht: Alle freiwilligen und nicht-kommerziellen Initiativen sind zweifelhaft! “Wenn alle was aus Spaßvergnügen machen täten, wo kämen wa denn da hin?” Und die beherzte Enträumung der besetzten Schule in Laar durch eine bewaffnete und vermummte Hundertschaft der Polizei war schon mal ein Anfang (03.12.2011 )! Zum Glück wurden hier die leichtsinnigen Experten von der Feuerwehr nicht ernst genommen! Die hatten die Veranstaltung für sicher erklärt! Durch die Räumung konnten linke Hobbys wie Workshops, Volksküche, Filmabende und Musik über Zimmerlautstärke in letzter Minute unterbunden werden.
Um ein Haar wäre es sonst zu Kultur gekommen!
Zwar haben Stadt und Ordnungsamt seit längerer Zeit verstärkt ein Auge auf das ungezügelte Treiben meist studentischer Bafög-Bezieher. Doch wer Samstag Nachts durch Duisburg geht, hat nach wie vor das Gefühl, sich am Ballermann zu befinden. Duisburg ist nach Berlin Deutschlands Partymetropole Numero Uno. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis vielleicht auch Ihr Kind oder Ihr Enkel ein Opfer der Kultur wird.
Aber damit nicht genug! Trotz klammer Kassen darf es nicht sein, dass so eine Hundertschaft nur für Ausnahmesituationen zur Verfügung steht. Wir brauchen Staatsschutz an Werktagen und Wochenenden! Sicherheit geht vor! Bezahlt sie aus dem Kulturetat!

Stille und Ernst!

In Zeiten der Krise kann es nicht sein, dass in Duisburg täglich der Bär tanzt! Wir haben jetzt nichts mehr zu lachen! Die schamlose Fröhlichkeit unter den Duisburgern muß endlich aufhören!
Veranstaltungen müssen leise sein und früh enden! Oder noch lieber gar nicht erst statt finden! Wozu gibt es Fernsehen? Die Massen an Jugendlichen und Tagestouristen aus dem ganzen Revier, die vom Vergnügen angezogen ständig unsere Straßen verstopfen, sollen endlich wieder nach Hause fahren!

Sicherheit und Ordnung gehen noch viiiiiiiiiel weiter!

Den Duisburger Bürgern drohen täglich Unfälle und Krankheiten wie Erkältung, Ertrinken, Stromschläge, Sonnenbrand und viele mehr. Wann wird endlich angemessene Schutzkleidung Pflicht im öffentlichen Raum und auch Zuhause? Schwimmwesten, Gummistiefel, Blitzableiter,
Knieschoner, Mundschutz, Helme und Sonnenschirme! Die Realität ist viel zu gefährlich um sich ihr ungeschützt auszusetzen! Außerdem brauchen wir abgerundete Häuserecken und Notausgänge an der Stadtgrenze!

WEHRT ALLEN AUFKEIMENDEN INITIATIVEN! SONST IST ES NUR EINE FRAGE DER ZEIT, BIS AUCH IHR KIND, IHR ENKEL ODER SOGAR SIE SELBST ANFANGEN, KULTUR ZU KONSUMIEREN!

Beschwerde E-Mails ans IMD

Da wir nun seit mehreren Wochen, erfolglos, auf verschiedenen Wegen (E-Mail, postalisch, telefonisch) versuchen Kontakt mit dem Immobilien-Managment Duisburg, bzw. dessen Geschäftsführer Uwe Rohde aufzunehmen, rufen wir nun unsere Unterstützer_innen auf sich bei den Verantwortlichen per E-Mail zu beschweren.

Uwe Rohde, Geschäftsführer IMD, war, als Hauseigentümer, bei der Räumung der Hauptschule an der Werthstraße in Duisburg-Laar am 3. Dezember 2011 anwesend und machte den Besetzer_innen ein Gesprächsangebot.

E-Mail Adresse: u.rohde@stadt-duisburg.de
Weitere Kontaktdaten und Telefonnummern

Hier findet ihr eine Vorlage für die E-Mail die ihr verwenden könnt (aber nicht müsst):

Sehr geehrter Herr Rohde,

mit Erstaunen musste ich feststellen, dass Sie nicht zu Ihren öffentlich verlautbarten Worten stehen.
Sie haben den Leuten von „DU It Yourself“ ein Gesprächsangebot gemacht und später lakonisch erklärt, dass diese nicht zu erreichen wären, weil sie (auf Ihr Betreiben hin!) die Schule in Laar verlassen hätten. Ausserdem haben Sie behauptet, dass “DU It Yourself!” sich nicht bei Ihnen melden würde.

Mir ist hingegen bekannt, dass seit dem 3.12. verschiedenste Kontaktversuche und Terminanfragen von Seiten “DU It Yourself” statt gefunden haben, per Mail, per Einschreiben und telefonisch. Darunter auch drei Anrufe in Ihrem Büro beim IMD.

Anscheinend wollen Sie versuchen, das Ganze einfach auszusitzen. Deshalb schreibe ich Ihnen. Ich fordere Sie auf, endlich zu ihrem Wort zu stehen, mit den Mitwirkenden von „Du It Yourself“ zu sprechen und ihnen endlich ein Gebäude für das dringend benötigte sozio-kulturelle Zentrum zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

(hier bitte deinen Namen einfügen)

Scheinbesetzung der leerstehenden Hauptschule in Duisburg-Laar

Wie wir nun, durch eine E-Mail, erfahren haben wurde, eine Woche nach der gescheiterten Besetzung der leerstehenden Hauptschule an der Werthstraße in Duisburg-Laar, diese Scheinbesetzt. Hier zwei Beweisfotos (das zweite nach dem Klick auf mehr) die uns zugeschickt wurden.

‘Scheinbesetzung der leerstehenden Hauptschule in Duisburg-Laar’ weiterlesen

Einschreiben an Uwe Rohde, IMD, verschickt

Nach dem auf unsere E-Mail an Uwe Rohde, Geschäftsführer Immobilien-Managment Duisburg, bzgl. seines Gesprächsangebotes während der Räumung der Hauptschule in Duisburg-Laar am 3. Dezember, bis Heute nicht reagiert wurde. Haben wir Heute ein Einschreiben [PDF] an ihn verschickt.


DUIY?

„DU it yourself!“ ist keine geschlossene Gruppe, sondern ein offener Kreis von Leuten, die in unserer Stadt [Duisburg] aktiv werden, um hier Veränderungen herbeizuführen und Räume für Kunst, Kultur und Politik zu schaffen.

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