DU-Day

“Ich wünschte es wär Nacht und die Tommys kämen”
Weder Waterloo, noch Normandie, aber lassen wir den Tag trotzdem in die Geschichte eingehen!

Am sonntag von 17 h bis 17.20h am Lifesaver-brunnen: DU-DAY!

1. wir entreißen der duisburg marketing ag den von ihr mißbrauchten vogel von niki de saint phalle
2. wir bekämpfen kollektiv den geisterbefall, der diese stadt zum dorf macht
3. wir lassen 100 hilferufe steigen – an die thommies … oder wer immer die nachricht findet

„Instead of becoming a terrorist, I became a terrorist in art.“, Niki de Saint Phalle

Eklatante Sicherheitsmängel in der Duisburger Innenstadt festgestellt

Den meisten DuisburgerInnen ist überhaupt nicht bewusst, wie gefährlich in dieser Stadt selbst schon der samstägliche Bummel in der Fußgängerzone geworden ist. Auch wir waren vor Kurzem noch völlig ahnungslos und würden uns heute vielleicht mit der konkreten Gestaltung eines Jugendzentrums beschäftigen, wenn uns nicht bei einem selbstmörderischen Besetzungsversuch Anfang Dezember die Augen geöffnet worden wären.

Seitdem haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, sämtliche Gefahrenquellen zu beseitigen, die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen und der Sicherheits- und Ordnungsverordnung zu kontrollieren. Der erste Versuch eines Kontrollrundgangs in der Innenstadt musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. In einem zweiten Versuch ist es uns nun gelungen, bis in die Fußgängerzone vorzudringen.

Wir mussten leider feststellen, dass die Duisburger BürgerInnen in ihrer eigenen Stadt nicht sicher sind. Überall trifft man auf Wände, Treppen, Steinboden. Ganze Kaufhäuser sind vollgestopft mit Brandlasten, Häuserecken nur nachlässig abgerundet, sogar Musikanten sind unterwegs. Außerdem sieht man auf den Straßen noch immer extrem viele Menschen, die dem Bild von Duisburg als Provinzstadt nicht gerecht werden. Die vielen Gastronomiebetriebe vermehren noch die Unruhe und ziehen weiteres Volk an. Kultur gibt es in Duisburg wahrlich genug!

 

Europa steckt in einer tiefen Krise und in Duisburg steppt täglich der Bär. Da soll ein brandgefährliches Jugendzentrum die Lösung sein? Nein! Wir sollten alle lernen uns in Demut zu üben, die Sicherheit der eigenen vier Wände suchen und unsere Verunsicherung über die sozialen Verhältnisse alleine zuhause in rassistische Ressentiments umwandeln. Kulturzentren rentieren sich oft überhaupt nicht, tragen nicht zur Haushaltskonsolidierung bei und erweisen sich auch sonst gewöhnlich nur als Störfaktor (Lärm, kein Geld, Widerworte).

Die Sicherheitsexpedition war mehr als notwendig und konnte sicherlich einige fahrlässige Unfälle verhindern. Die PassantInnen brachten unseren Maßnahmen viel Verständnis und orrrrdnungsgemäßen Gehorsam entgegen. Auch die Polizei unterstützte erneut unsere Ziele, indem sie eine Gruppe unvorsichtiger Sicherheitsfanatiker in der Fußgängerzone festhielt und eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr einleitete. Dabei hat sie noch einmal Gnade vor Recht ergehen lassen, was wir nicht auf uns sitzen lassen konnten. Noch am selben Tag haben wir uns in unserem Wahn für alle Delikte, die den Beamten entgangen sind, selbst angezeigt: Landfriedensbruch, Vermummung, Nötigung, Tatsachenbehauptung und grober Unfug(unvollständige Auflistung). Der Text endet mit drei Parolen:

Blauhelme in die City!
Gaststätten dicht machen!
Alle vor den Fernseher!

FreiraumKneipe

Offener Kneipenabend, bei freshen Getränken ein heißes Thema.

Jeden letzten Sonntag im Monat, 19.00 Uhr, in der Heimat Hochfeld, Ecke Eigenstr./Gerokstr., 47053 Duisburg.

Next one: 29. Januar

Am Meisten lernt mensch immernoch in der Kneipe. Und die besten Ideen kamen der Avantgarde von Musik und bildender Kunst auch nicht ganz nüchtern.

Es gibt natürlich auch alkfrei oder St. Duisburger Kranquell – Still.

Ausnahmezustand Eintagsfliege – Flashmob wird wiederholt

„Ich will in keiner Stadt leben, in der man jemanden wie mich ohne Leibesvisitation zum Bahnhof durch lässt.“

Es wird vielleicht eurer Aufmerksamkeit nicht entgangen sein, dass der für letzten Samstag angekündigte Flashmob unter dem Motto „Unsere Sicherheit ist in Gefahr!“, nicht stattgefunden hat. Wir hatten hier dazu aufgerufen, mit Fahrradhelmen, Overalls und Schwimmflügeln in den Kant-Park zu kommen, um auf die eklatanten Sicherheitsmängel in der Duisburger Innenstadt aufmerksam zu machen. Wir wollen euch natürlich nicht vorenthalten, wieso wir da nicht zu finden waren.

Während wir nämlich mit den letzten Vorbereitungen zu der Aktion beschäftigt waren, erfuhren wir, dass andere, uns bekannte GenossInnen hohen Besuch bekommen hatten. Uwe Rohde vom IMD stand vor der Tür, mit dem Angebot ein leerstehendes Gebäude als Jugendzentrum zu nutzen. Spass beiseite: Tatsächlich klingelten Staatsschutz und Kriminalpolizei bei verschiedenen Wohnungen. Zwar gelang es ihnen auf Anhieb nicht, die Verantwortlichen für die Aktion zu finden. Ihr Anliegen aber machten sie deutlich: Sie wollten zum Gelingen unseres Projektes beitragen, jede Gefahr im Keim zu erdrosseln.

Der Staatsschutz interessierte sich eher für Planungsstand und Konzept, während die KriPo sich ob der Rechtssicherheit der Teilnehmer besorgt zeigte. Dankend wurden die Hinweise an uns weitergeleitet, auch wenn nicht jeder die Auffassung teilte, unangemeldete Versammlungen seien per se illegal.

Durch diese Unterstützung von unerwarteter Seite hochmotiviert, zogen wir zum Kant-Park. Doch im Duisburger Polizeipräsidium hatte man seine Hausaufgaben gemacht: Mehrere Hundertschaften aus der Region waren im Einsatz, um die ganze Innenstadt abzuriegeln. Bevor wir überhaupt anfangen konnten, hatte die Polizei also eine der zentralen Forderungen unseres Aufrufes erfüllt:

„Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis vielleicht auch Ihr Kind oder Ihr Enkel ein Opfer von Kultur wird. Trotz klammer Kassen darf es nicht sein, dass so eine Hundertschaft nur für Ausnahmesituationen zur Verfügung steht. Wir brauchen den Staatsschutz an Werktagen und Wochenenden! Sicherheit geht vor! Bezahlt sie aus dem Kulturetat!“

Wir kamen darin überein, dass unsere Aktion an diesem Tag nicht mehr nötig, vielmehr sogar nur noch ein Sicherheitsrisiko für TeilnehmerInnen, PassantInnen und die Freiheitlich Demokratische Grundordnung war. Der Ausnahmezustand war allerdings eine Eintagsfliege und die Hundertschaften wurden inzwischen wieder abgezogen. Die Innenstadt liegt so nackt und ungeschützt da, wie nie zuvor. Wir werden also unsere Sicherheitskontrollen und -belehrungen in Kürze wiederholen, diesmal unangekündigt und stichprobenartig. Vielleicht im Rathaus?

07.01.2012: UnterstützerInnen-Aktion

“Alles viel zu unsicher hier! Kommt in Overalls, Fahrradhelmen und
Schwimmflügeln um auf die eklatanten Sicherheitsmängel im Duisburger
Stadtbild aufmerksam zu machen, seid kreativ”

Startpunkt 14 Uhr, 07.01.2012 am Lehmbruckmuseum

Aufruf/Flyer

Ihre Sicherheit ist in Gefahr!

Die Stadt Duisburg macht halbe Sachen, wenn es um den Schutz ihrer Bürger geht! Sie beschränkt sich auf die Verhinderung kultureller Stätten wie dem Djäzz und dem Hundertmeister. Doch das ist nur ein Anfang! Kultur ist nervig und gefährlich!

Kultur muß ganz weg aus Duisburg!

Sicher, die standhafte Gesprächsverweigerung der Stadt Duisburg gegenüber Kulturschaffenden wie der Initiative DU-it-yourself ist äußerst lobenswert! Schon meine Oma hat immer gesagt: „Wat nix kostet, is auch nix. “ Und sie hat recht: Alle freiwilligen und nicht-kommerziellen Initiativen sind zweifelhaft! “Wenn alle was aus Spaßvergnügen machen täten, wo kämen wa denn da hin?” Und die beherzte Enträumung der besetzten Schule in Laar durch eine bewaffnete und vermummte Hundertschaft der Polizei war schon mal ein Anfang (03.12.2011 )! Zum Glück wurden hier die leichtsinnigen Experten von der Feuerwehr nicht ernst genommen! Die hatten die Veranstaltung für sicher erklärt! Durch die Räumung konnten linke Hobbys wie Workshops, Volksküche, Filmabende und Musik über Zimmerlautstärke in letzter Minute unterbunden werden.
Um ein Haar wäre es sonst zu Kultur gekommen!
Zwar haben Stadt und Ordnungsamt seit längerer Zeit verstärkt ein Auge auf das ungezügelte Treiben meist studentischer Bafög-Bezieher. Doch wer Samstag Nachts durch Duisburg geht, hat nach wie vor das Gefühl, sich am Ballermann zu befinden. Duisburg ist nach Berlin Deutschlands Partymetropole Numero Uno. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis vielleicht auch Ihr Kind oder Ihr Enkel ein Opfer der Kultur wird.
Aber damit nicht genug! Trotz klammer Kassen darf es nicht sein, dass so eine Hundertschaft nur für Ausnahmesituationen zur Verfügung steht. Wir brauchen Staatsschutz an Werktagen und Wochenenden! Sicherheit geht vor! Bezahlt sie aus dem Kulturetat!

Stille und Ernst!

In Zeiten der Krise kann es nicht sein, dass in Duisburg täglich der Bär tanzt! Wir haben jetzt nichts mehr zu lachen! Die schamlose Fröhlichkeit unter den Duisburgern muß endlich aufhören!
Veranstaltungen müssen leise sein und früh enden! Oder noch lieber gar nicht erst statt finden! Wozu gibt es Fernsehen? Die Massen an Jugendlichen und Tagestouristen aus dem ganzen Revier, die vom Vergnügen angezogen ständig unsere Straßen verstopfen, sollen endlich wieder nach Hause fahren!

Sicherheit und Ordnung gehen noch viiiiiiiiiel weiter!

Den Duisburger Bürgern drohen täglich Unfälle und Krankheiten wie Erkältung, Ertrinken, Stromschläge, Sonnenbrand und viele mehr. Wann wird endlich angemessene Schutzkleidung Pflicht im öffentlichen Raum und auch Zuhause? Schwimmwesten, Gummistiefel, Blitzableiter,
Knieschoner, Mundschutz, Helme und Sonnenschirme! Die Realität ist viel zu gefährlich um sich ihr ungeschützt auszusetzen! Außerdem brauchen wir abgerundete Häuserecken und Notausgänge an der Stadtgrenze!

WEHRT ALLEN AUFKEIMENDEN INITIATIVEN! SONST IST ES NUR EINE FRAGE DER ZEIT, BIS AUCH IHR KIND, IHR ENKEL ODER SOGAR SIE SELBST ANFANGEN, KULTUR ZU KONSUMIEREN!

Beschwerde E-Mails ans IMD

Da wir nun seit mehreren Wochen, erfolglos, auf verschiedenen Wegen (E-Mail, postalisch, telefonisch) versuchen Kontakt mit dem Immobilien-Managment Duisburg, bzw. dessen Geschäftsführer Uwe Rohde aufzunehmen, rufen wir nun unsere Unterstützer_innen auf sich bei den Verantwortlichen per E-Mail zu beschweren.

Uwe Rohde, Geschäftsführer IMD, war, als Hauseigentümer, bei der Räumung der Hauptschule an der Werthstraße in Duisburg-Laar am 3. Dezember 2011 anwesend und machte den Besetzer_innen ein Gesprächsangebot.

E-Mail Adresse: u.rohde@stadt-duisburg.de
Weitere Kontaktdaten und Telefonnummern

Hier findet ihr eine Vorlage für die E-Mail die ihr verwenden könnt (aber nicht müsst):

Sehr geehrter Herr Rohde,

mit Erstaunen musste ich feststellen, dass Sie nicht zu Ihren öffentlich verlautbarten Worten stehen.
Sie haben den Leuten von „DU It Yourself“ ein Gesprächsangebot gemacht und später lakonisch erklärt, dass diese nicht zu erreichen wären, weil sie (auf Ihr Betreiben hin!) die Schule in Laar verlassen hätten. Ausserdem haben Sie behauptet, dass “DU It Yourself!” sich nicht bei Ihnen melden würde.

Mir ist hingegen bekannt, dass seit dem 3.12. verschiedenste Kontaktversuche und Terminanfragen von Seiten “DU It Yourself” statt gefunden haben, per Mail, per Einschreiben und telefonisch. Darunter auch drei Anrufe in Ihrem Büro beim IMD.

Anscheinend wollen Sie versuchen, das Ganze einfach auszusitzen. Deshalb schreibe ich Ihnen. Ich fordere Sie auf, endlich zu ihrem Wort zu stehen, mit den Mitwirkenden von „Du It Yourself“ zu sprechen und ihnen endlich ein Gebäude für das dringend benötigte sozio-kulturelle Zentrum zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

(hier bitte deinen Namen einfügen)

Scheinbesetzung der leerstehenden Hauptschule in Duisburg-Laar

Wie wir nun, durch eine E-Mail, erfahren haben wurde, eine Woche nach der gescheiterten Besetzung der leerstehenden Hauptschule an der Werthstraße in Duisburg-Laar, diese Scheinbesetzt. Hier zwei Beweisfotos (das zweite nach dem Klick auf mehr) die uns zugeschickt wurden.

‘Scheinbesetzung der leerstehenden Hauptschule in Duisburg-Laar’ weiterlesen

Einschreiben an Uwe Rohde, IMD, verschickt

Nach dem auf unsere E-Mail an Uwe Rohde, Geschäftsführer Immobilien-Managment Duisburg, bzgl. seines Gesprächsangebotes während der Räumung der Hauptschule in Duisburg-Laar am 3. Dezember, bis Heute nicht reagiert wurde. Haben wir Heute ein Einschreiben [PDF] an ihn verschickt.

Offenes Treffen am 18. Dezember [Ort geändert]

Was?: Offenes Treffen der Kampagne “DU it yourself” für Interessierte
Wann?: 18. Dezember, 18 Uhr
Wo?: RSB-Büro, Eigenstr. 52, Duisburg-Hochfeld (47053)

PM: Erfolgreiche Demo am Samstag

Am vergangenen Samstag, den 10.12, fand eine Demonstration unter dem Motto “Jetzt erst recht! Sozio-kulturelle Freiräume erkämpfen!” mit über 200 Teilnehmern statt. Die Demonstrationsroute führte durch die Duisburger Innenstadt und Duisburg-Neudorf.
Ziel der Demonstration sollte es sein auf die verhinderte Besetzung der leerstehenden Hauptschule an der Werthstraße in Duisburg-Laar, am 3.12, sowie auf den Mangel an sozialen und kulturellen Freiräumen in Duisburg aufmerksam zu machen.
Am Dellplatz wurde in einer Zwischenkundgebung über die Ereignisse der letzten Tage informiert.

Eine Sprecherin der Kampagne “DU it yourself!”, welche die Demonstration organisiert hatte, erklärt: “Wir haben die Demonstration erst am Mittwoch angemeldet. Damit haben wir gezeigt, dass wir innerhalb kürzester Zeit viele Menschen mobilisieren können. Das zeigt uns: Es gibt in Duisburg einen großen Bedarf an unabhängigen sozio-kulturellen Räumen. Und es gibt genügend städtischen Leerstand der dementsprechend genutzt werden könnte.”.

Noch während der Räumung der Hauptschule in Duisburg-Laar hatte es ein Gesprächsangbot von Immobilien-Managment Duisburg – Geschäftsführer Uwe Rohde, gegeben. Auf eine E-Mail-Anfrage, die am vergangenen Dienstag an Uwe Rohde geschickt wurde, gab es bis heute allerdings keinerlei Reaktion.
Dazu erklärt die Sprecherin der Kampagne: “In Sachen unabhängiger Sozio-Kultur-Arbeit von unten stellt die Stadt seit Jahren auf Durchzug und scheint nur darum bemüht, die Sache auszusitzen, in der Hoffnung das Problem löse sich mit der Zeit von selbst. Wir meinen: Mit dem Aussitzen muss es nun endlich ein Ende haben! Wir lassen uns nicht mehr wegverhandeln und vertrösten. Wenn die Stadt auf Stur stellt, werden wir uns die Räume nehmen, die wir brauchen!”

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bei allen bedanken die zur Demonstration gekommen sind!


DUIY?

„DU it yourself!“ ist keine geschlossene Gruppe, sondern ein offener Kreis von Leuten, die in unserer Stadt [Duisburg] aktiv werden, um hier Veränderungen herbeizuführen und Räume für Kunst, Kultur und Politik zu schaffen.

Terminkalender

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